Die heilsamen Bodenschätze von Bad Saarow kommen nur in der SaarowTherme zum Einsatz.

Thermalsole & Naturmoor - wertvolle Bodenschätze

Bad Saarow hat das große Glück, gleich zwei hochwertige, balneologisch nutzbare Heilmittelvorkommen zu haben: Die Moorwiesen und die Catharinen Quelle. Der größte Vorteil ist, dass das Moor gar keine und die Thermalsole nur einer minimalen Zufuhr von Chemikalien unterliegen müssen. So ist ein umweltbewusster und ressourcenschonender Umgang mit den Bad Saarower Bodenschätzen gesichert.

Die eigenen ortsgebundenen Moorwiesen sind nicht nur für das Image von Bad Saarow günstig, sondern fördern ein nachhaltiges Wirtschaften für die Umwelt. Die nachhaltige Nutzung durch die Wiederverwertung des Bademoores schützt die Ressource vor der Endlichkeit des Bodenschatzes. Ein weiterer Pluspunkt ist der Umgang mit der Regenerationszeit des Abmoores. Den Richtlinien zufolge sind 5 Jahre Erholung am Gewinnungsort in der naturbelassenen Biosphäre vorgeschrieben. Die SaarowTherme hat sich darüber hinaus entschlossen, die Regenerationszeit auf 7 Jahre auszudehnen. Damit überlässt sie das Moor dem natürlichen Kreislauf im Ökosystem, bevor es zu einer zweiten Nutzung kommt.

 

Natursole aus der Catharinenquelle
Aus 450 m tritt sie direkt gegenüber der SaarowTherme aus der Tiefe und hat sich auf ihrem Weg durch die Gesteinsschichten mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen angereichert. Die wertvolle Sole aus der Catharinenquelle - ein wahrer Bodenschatz. Aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes wird sie auch als "Heilwasser" bezeichnet. Die Temperatur der geförderten Sole wurde am Brunnenkopf mit 21° C gemessen. Damit gilt die Catharinenquelle als Thermalsolequelle.

Die Heilwasseranalyse des Instituts „Fresenius“ bestätigte, dass nach den Mindestanforderungen der „Begriffsbestimmungen – Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen“, das Wasser durch seinen hohen Mineralstoffanteilen, der Mindest-Äquivalentkonzentrationen von Natrium- und Chlorid und der Austrittstemperatur am Brunnenkopf von 20,6° C als „Heilwasser“, „Sole“ und „Therme“ bezeichnet werden darf. Entsprechend den Vorschriften muss so die Quelle als „Thermalsole“ gekennzeichnet werden.

Die Sole wird naturbelassen in der SaarowTherme angewendet. Lediglich Eisen und Mangan werden aus technischen Gründen aus der als Badewasser im Thermalbad angewendeten Sole abgefiltert. Über Wärmetauscher wird die Sole auf eine Temperatur von ca. 34° C erwärmt. Entsprechend den Vorschriften der Badewasserverordnung wird die Sole in den Becken des Thermalbades durch den Zusatz von Chlor desinfiziert. Der Gehalt an freiem Chlor beträgt ca. 0,40 mg/l. Das Badewasser wird im Kreislauf gefahren, d.h. es wird über die Ablaufrinnen der Becken einer Schmutzfiltration zugeführt, dort aufbereitet und mit einem Zusatz frischer Sole wiederum in die Becken eingeleitet. Der Anteil des Badewassers, der durch den Zusatz frischer Sole im Kreislauf entzogen wird, wird in einer Absoleaufbereitungsanlage so aufbereitet, dass ein schadloses Verbringen in einen Schluckbrunnen erfolgen kann. Auch hier entsteht ein natürlicher Kreislauf.

Besonders für Anwendungen nach Unfällen, Verletzungen und Operationen hilft ein Solebad dem Organismus, ihn durch den Auftrieb des Wassers zu entlasten. Die Sole fördert somit die Heilung oder Linderung der Beschwerden. Durch den Salzgehalt verändet sich auch das Hautbild positiv. Die Haut wird zart und geschmeidig. Natürlich wirkt sich die leicht salzhaltige Luft auch gut auf die Atemwege aus.


Naturmoor von den Wierichwiesen
Das Bad Saarower Naturmoor ist ein ortsgebundenes Heilmittel und reich an Huminsäuren, Mineralstoffen und östrogenhaltigen Substanzen.

Die Besonderheit des Niedertorfmoores der SaarowTherme ist, dass das Moor direkt am Standort abgebaut wird. Die Torflagerstätte „Bad Saarow - Gemeindewiesen“ liegt nördlich des Scharmützselsees. Der Abbau des Moores erfolgt auf einer Fläche von ca. 2 ha, im Jahr werden im Durchschnitt ca. 372 m³ Torf gewonnen und durch die Zugabe von Trinkwasser erfolgt im Durchschnitt eine ca. 578 m³ Abmoorverbringung. Aus einer Tiefe von etwa 1,60 m wird das Torf aus einer grabenförmigen Grube ausgestochen. Die regelmäßige Peloid-Analyse sowie das balneologische Gutachten werden von dem staatlich anerkannten Institut Laborunion durchgeführt. Die Untersuchungen beziehen sich auf den physikalischen, physikalisch-chemischen und chemischen Aufbau des Moores, sowie auf den Geruch, die Färbung und die zersetzten pflanzlichen Überreste.

Mit diesem Gutachten wurde bestätigt, dass das Naturmoor besonders bei der Behandlung von Gelenkschmerzen, Rheuma, Wirbelsäulenerkrankungen, Erkrankungen der Gelenke, der Atemwege und des Nervensystems gut anzuwenden ist.

Das Moor gibt die gespeicherte Wärme gleichmäßig ab und erreicht somit die tiefer liegenden Organe und Muskeln. Zusätzlich wirkt eine Moorbehandlung reinigend, pflegend und entschlackend. Das Moor wird mit einem Spezialfahrzeug abgebaut und zur SaarowTherme gefahren. Dort wird es direkt über den Abwurfschacht im Torfbunker zwischengelagert. Wird Moor gebraucht, kommt es über den Platten-Kettenförderer aus dem Torfbunker auf ein Förderband, auf dem Fremdkörper wie Äste und Klumpen per Hand aussortiert werden. Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden diese der Wiese wieder zugeführt. Das Moor wird über den Häcksler dem Kaltmoorrührwerk zugeführt. Bevor das Moor in Kontakt mit den Gästen und Patienten kommt, durchläuft es das Warmmoorrührwerk, wo es mit Wasser zur richtigen Konsistenz vermischt und erwärmt wird. Über Rohrleitungen gelangt das Moor vom Gästebereich der SaarowTherme als Abmoor wieder zurück in die Technikebene. Das abgebadete Moor wird nach Aufschlämmen in Trinkwasser als pumpfähiges Gemisch über Fernleitung in die ausgetorften Stiche zurückgepumpt. Das Abmoor wird so dem Gewinnungsort, den abgebauten Moorbeeten, wieder zugeführt, um sich zu regenerieren.